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Frage 1: Ich möchte auch erfolgreicher Cartoonist werden und ganz schnell viel Geld verdienen! Wie mach ich das? Diese Frage stelle ich mir auch schon lange! Frage 2: Wo kommen denn all diese Ideen her? Da gibt es einen kleinen..., ach sehen Sie selbst! Frage 3: ...und welches Sternzeichen hat Herr Johann Mayr? Tja, ich bin schon vor Jahren aus den Sternzeichen ausgetreten Zusatzfrage: Wegen der Sternzeichensteuer ? Exakt! Frage 4: Warum wirkt das alles ein bisschen krank? Tja, das hängt wohl mit meiner Sozialisation zusammen: Ich kam 1956 auf die Erde. Ich bin der letzte Überlebende einer eher unterdurchschnittlich intelligenten aber mit einem eigenartigen Humor ausgestatteten Androidenrasse aus dem Andromedar-Nebel. Auf unserem alten Planeten konnte man ein lustiges und entspanntes Leben führen, der Witzigste wurde zum König erklärt, Gespräche über Geld, Aktien und Anlagefonds waren und blieben tabu. Handys gab's nicht. Fernsehen nur als Foltermethode in den Gefängnissen. Doch leider hatten meine Vorfahren, abgelenkt vom Leben, es versäumt, den 583 trilliardenseitigen intergalaktischen Steuerbescheid auszufüllen, dann war für alle Schluss mit lustig - Totalelimination des Planeten wegen 3 Euro 50 Steuerschulden! Bitter! Beherzte Männer und Frauen konnten jedoch im letzten Moment vor ihrer Auslöschung einen kleinen Jungen mit einer winzigen Raumkapsel, vollgestopft mit Babybrei und Windeln auf die Erde schicken. Er sollte eine Botschaft überbringen... Nach einer unsanften Landung in München-Neuhausen wuchs ich unter der Obhut einer abgebrochenen Juristin und eines Hefegroßhändlers in Schwabing auf. Ich lernte Nasenbohren und freihändig Radfahren. Das konnte ich sogar gleichzeitig! Solche übernatürlichen Fähigkeiten blieben, anders als beim amerikanischen Kollegen völlig unbeachtet von den Medien. Die ursprüngliche Botschaft hatte ich natürlich vergessen, auch mit Superkräften war ich nicht gerade üppig ausgestattet, deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als mich durch die Schule zu quälen und auf irgendeinen Broterwerb vorzubereiten. Als unauffällige Tarnexistenz übte ich jahrzehntelang das Handwerk eines Gartenarchitekten aus. Doch heimlich legte ich in meinem Keller ein Scherzbergwerk an, arbeitete dort nächtelang unter Tage und freute mich an jedem kleinen Witzchen, das ich ausgrub. Irgendwann bemühte sich die die Presse, besorgt über die wachsenden Witzhalden in meinem Garten um deren Abbau und veröffentlichte ein paar meiner Witzbildchen. Danach folgte eine hektische Zeit mit Ausstellungen, Büchern, Postkarten und Kalendern. Die Tarnexistenz als Gartnplaner konnte ich vergessen. Heute lebe ich zurückgezogen in einem kleinen oberbayerischen Dorf. Und die Botschaft? Eines Tages, da bin ich ganz sicher, fällt sie mir wieder ein! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||